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Der DBSH und die iranischen Volksmojahedin

DBSH
Seit langem schon ist Hille Gosejacob-Rolf eine eifrige Unterstützerin der Iranischen Volksmojahedin „Mojahedin-e Khalq“ (MEK/MKO/PMOI). Als „Ehrenpräsidentin des Deutschen Berufsverband für soziale Arbeit e.V. (DBSH)“ Nimmt sie regelmäßig an Konferenzen der MEK teil. 

Der DBSH und die iranischen Volksmojahedin

 Über die Zusammenarbeti des Deutschen Berufsverbandes für soziale Arbeit (DBSH) und die iranischen Volksmojahedin (PMOI/MEK/MKO)

AAWA Association e.V. –Fevbruar 2014 

Seit langem schon ist Hille Gosejacob-Rolf eine eifrige Unterstützerin der Iranischen Volksmojahedin „Mojahedin-e Khalq“ (MEK/MKO/PMOI). Als „Ehrenpräsidentin des Deutschen Berufsverband für soziale Arbeit e.V. (DBSH)“ Nimmt sie regelmäßig an Konferenzen der MEK teil. 

Doch unterstützt Frau Gosejacob-Rolf die MEK privat, oder vertritt sie dort den DBSH? 

Bei der Jährlichen Propagandagroßveranstaltung der MEK in Villepinte bei Paris , die am 22.06.2013 stattfand, wurde auf der Homepage der Organisatoren der Veranstaltung, das „Organizing Committee for Convention for Democracy in Iran”, der DBSH als „Sponsoring Organisation“ aufgeführt. 

Also doch eine offizielle Unterstützung des DBSH? 

Auf Nachfrage beim DBSH im Mai 2013, teilte der Bundesvorsitzende,Michael Leinenbach, uns mit: 

„Lediglich Frau Gosejacob-Rolf soll wohl eine persönliche Unterstützung geben, wobei sie auch offenlegt, dass sie auch Ehrenvorsitzende des DBSH ist und damit ihre eigene Darstellung verstärken will. 
Für die von Ihnen angesprochene Veranstaltung soll es auch von Seiten des DBSH keine Unterstützung geben.“ 

So weit, so gut. Was diese Veranstaltung betrifft, mag das ja vielleicht stimmen. 

Jedoch gibt es mehrere Anzeichen, die eine jahrelange Unterstützung des DBSH für die MEK vermuten lassen, die über eine „persönliche Unterstützung “ von Frau Gosejacob-Rolf hinaus geht. 

Unterstützung der MEK durch den DBSH 

- Ein auf einer MEK-nahen Homepage veröffentlichtes gemeinsames Statement vom 26.02.2013 gegen die Raketenangriffe auf Camp Liberty nennt als Unterzeichner, neben den anderen bekannten deutschen MEK-Lobbyisten, auch den „DBSH, vertreten durch die Ehrenpräsidentin Hille Gosejacob-Rolf.“ 

- Die Homepage des NWRI berichtet von einer Veranstaltung am 24. 03.2010 in der Landesvertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin: 
„Zu dem Treffen luden neben den Parlamentarierinnen Anette Hübinger, Katharina Landgraft und Karin Seidel-Kalmutzki auch der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) und die Frauenzeitschrift Ab40 ein.“ 

- Volker Schneider, Ex-MdB und ehemaliger Bundesgeschäftsführer des DBSH schreibt 2008 auf „abgeordnetenwatch.de“: 
„Zum NRCI, insbesondere zu den Frauen des NRCI bestehen von Seiten des DBSH (Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit), bei dem ich vor Übernahme des Bundestagsmandats als Bundesgeschäftsführer gearbeitet habe, bereits seit Mitte der 90iger Jahre, genauer seit der Weltfrauenkonferenz in Peking, regelmäßige Kontakte.“ 

- Ein weitere MEK-Homepage berichtet über eine Veranstaltung am 14.10.2007 in der Urania in Berlin: 
„Die Initiative wurde von der Deutschlandvertretung des Nationalen Widerstandsrates Iran sowie von dem Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) unterstützt.“ 

- Auch in der DBSH-Zeitschrift „Forum Sozial“ Heft 4/2003 werben in dem Beitrag „Die Frauen im Iran brauchen unsere Hilfe!” Frau Gosejacob-Rolf und das damalige Vorstandsmitglied Dorothea Götsch-Ulmer um Unterstützung für die MEK. 

- Ein sehr deutlicher Hinweis, dass Frau Gosejacob-Rolf nicht nur in privater, sondern in offizieller DBSH_Mission unterwegs ist, findet sich auf der DBSH-Homepage in einem Beitrag über die Ehrenvorsitzende: 
„In seiner Sitzung am 27./28.07.07 in Essen beschloss der geschäftsführende Vorstand für die Ehrenvorsitzende folgende Zuständigkeiten: ... - Widerstandsrat Iran / Menschenrechte – Frauenrechte“

- Jedoch den deutlichsten Hinweis darauf, dass nicht nur Frau Gosejacob-Rolf privat die MEK unterstützt, sondern der DBSH als Verein sich für die MEK engagiert hat uns Frau Gosejacob-Rolf selbst geliefert: 

Der Verein AAWA Association e.V. versuchte bereits im Jahr 2007, mittels einer offiziellen Anfrage an den DBSH, die Zusammenarbeit des Berufsverbandes mit der MEK zu hinterfragen. Dieser Versuch wurde jedoch von Frau Gosajacob-Rolf mit einem kuriosen Brief an alle Funktionsträger des DBSH im Keim erstickt. Dieser anscheinend offizielle Brief der DBSH-Ehrenvorsitzenden, auf dem offiziellen DBSH-Briefpapier, warnt sie alle DBSH-Funktionsträger vor dem Verein AAWA Association e.V., indem sie Lügen und die altbekannte MEK-Propaganda verwendet. 

Auch der Wortlaut des Briefes lässt darauf schließen, dass sie im Namen des DBSH spricht: 
So warnt sie zum Beispiel davor, dass das „Engagement des DBSH für den Nationalen Widerstandsrat Iran (NRWI)“, vom Verein AAWA Association e.V. „kritisiert“ werden würde. 
Auch der Satz „wie Ihnen von den Mitgliederversammlungen und aus Forum Sozial bekannt sein dürfte – unterstützen wir seit der Weltfrauenkonferenz den NRWI“ legt nahe, dass es sich nicht nur um ein persönliches Engagement von Frau Gosejacob-Rolf handelt. 

Zudem spricht sie davon, dass sie den DBSH im „Deutschen Solidaritätskommitee für einen freien Iran“ (DSFI) „vertrete“. 

Den Verein AAWA Association e.V. bezeichnete Frau Gosejacob-Rolf als „Tarnverein“ des iranischen Geheimdienstes und behauptet: „Der Kulturverein AAWA mit Sitz in Köln gehört nach dem Jahresberichten 1999 – 2006 des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) zu den VEVAK – (Iranisches Geheimdienstministerium) -Tarnvereinen in Deutschland.“ 

Jedoch erwähnen weder die explizit genannten Jahresberichte, noch irgend ein anderer Jahresbericht des BfV oder der Verfassungsschutzbehörden der Länder erwähnt den „Kulturverein AAWA“. Ein Blick in die genannten Berichte genügt, um diese Verleumdung zu erkennen. 

Außerdem besteht der Verein AAWA Association e.V. erst seit 2003. 

Nachfrage beim DBSH 

Natürlich haben wir auch versucht eine Stellungnahme des DBSH-Bundesvorsitzenden zu diesen doch recht deutlichen Hinweisen auf eine offizielle Unterstützung der MEK durch den DBSH zu bekommen. 

Unsere Nachfragen blieben leider unbeantwortet...